
Gerlossteiner Hochfeld
auf schwindenden Pfadspuren zum luftigen Finale
Liebe Tourenfreunde,
auf schwindenden Pfadspuren zum luftigen Finale
Hitzewelle!!! Doch dieses Wetter kann man nicht auslassen, daher die nächste Tour auf das Gerlossteiner Hochfeld
Gerlossteiner Hochfeld
Blickt man von Münster aus dem Inntal zu den nordseitigen Steilabbrüchen der markanten Gerlossteinwand, auf diese mächtige Kalk-Dolomitenmasse, so sind etwas östlich davon zwei felsige Gipfel auszumachen. Vorderseitig erhebt sich die Steinkarspitze und südlich im Hintergrund das steinige Hochfeld.
Das dreizackige Felsmassiv setzt sich aus Trias-Kalkmarmoren und Dolomitgesteinen zusammen.
Tourbeschreibung Hike: Der Anstieg zum breiten Heimjöchl verläuft auf einen gut gewarteten AV-Steig. Danach darf man nicht den Gerloser Wanderweg zum Torhelm folgen, sondern quert einen unmarkierten Pfad zwischen Almrosen hinüber zu einer Rampe. Hier verliert sich der Steig, der nicht mehr gewartet bzw. ausgeschnitten wird.
Über eine steile Ostflanke erreicht man ein Bachdelta – unbedingt Wasser fassen. Anschließend folgt man dem Bachverlauf bis ca. 2100 m und wandert zum N-Rücken hinüber, auf welchen man zu einer zauberhaften Lacke 2203 m gelangt.
Nach östlicher Umrundung des Naturjuwels tourt man um einen N-Rücken herum und in der Folge schräg empor zur Einsattelung im Geißkopfrücken. Nachdem man am Grasrücken zum Felsansatz Südgrat Hochfeld hochgegangen ist, beginnt der luftige Abschnitt:
Man hält sich meistens am Südgrat - Steigspuren sind vorhanden, teilweise ausgesetzt, bei Nässe nicht vertretbar!
Als Lohn wartet eine großartige Aussicht am Gipfel des Hochfelds 2350 m – vom Bikedepot 640 Hm auf km 3.5.
Den Abstieg verkürzt man über die steile Flanke ins NO-Kar – km 3.0.
Seidelbast Daphne mezereum
Der lateinische Name dieses Strauches leitet sich wieder einmal von seinen 2 Giften ab, das Daphnetoxin und das Mezerein. Die Pflanze heißt deshalb Daphne mezereum. Schon 10 bis 15 Beeren können für Kinder als tödliche Dosis gelten. Auf der Haut rufen alle Pflanzenteile starke Reizungen hervor, die sich in Form von Blasen zeigen. Es kann sogar zu Gewebezerstörungen (Nekrosen) kommen.
Ausbreitungsart:
Die für die Vögel ungiftigen Beeren werden vorwiegend von Bachstelzen, Rotkehlchen und Drosseln gefressen. Nach der Mahlzeit werden die im Fruchtfleisch enthaltenen unverdaulichen Samen in Form von Steinkernen im Kot ausgeschieden. Man braucht sich daher nur in der Umgebung eines Seidelbastes umzusehen, und wird dann auf neue Seidelbastgewächse stoßen.
Alpenwollgras bzw. Scheuchzers Wollgras Eriphorum Scheuchzeri
griech. erion …. Wolle, griech. phoreein …. tragen
Die Wattebäusche schauen wie Staubwedel aus – bevorzugt Moorstandorte.
Der Gattungsname bezieht sich auf den Schweizer Arzt und Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer.
Alpenaster aster alpinus
lat. astrum …. Stern, Gestirn – bezieht sich auf die strahlenförmige Anordnung der Zungenblüten
wird häufig mit der Bergaster verwechselt:
Im Gegensatz zur Alpenaster (nur einen Stängel mit einem Blütenkopf) sind bei der Bergaster aster amellus mehrere Blüten in Dolden und Rispen angeordnet (wie bei einem Doldenblütler – in Salzburg und Vorarlberg bereits ausgestorben).
Bike: Hainzenberg Talstation Gerlossteinbahn 918 m – die Tageskarte am Parkomaten P1 kostet 15 Euro und 7.50 Euro am P2 – Start um 6.40 Uhr vom P2 911 m bei plus 14 Grad > direkt an der Hausmauer Talstation vorbei > den Holzzaun entlang zur Auffahrt Rodelbahn > Rodelbahn, wenige Kehren > Forstweg unterhalb Bergstation (1637m) 1628 m km 7.4 > Fischteich Holzbank 1668 m km 7.8 > Re-kurve Beginn AV-Steig 1717 m km 8.2 – um 7.50 Uhr erreicht – 810 Hm
Hike: Start um 8.00 Uhr – am AV-Steig empor zum Heimjöchl 1996 m km 1.4 – weitere Verlauf siehe Tourbeschreibung – Daten: Bachdelta 2093 m > Bachquerung 2102 m 2.2 km > Lacke 2203 m 2.7 km > Sattel im Geißkopfrücken 2261 m 3.1 km > Felsansatz Südgrat 2297 m km 3.3 > GK Hochfeld 2350 m – 640 Hm auf km 3.5 – um 10.35 Uhr erreicht – Abstieg um 10.45 Uhr > Sattel 2261 m > Flanke NO-Kar > Bachquerung 2102 m 4.3 km > Heimjöchl 1996 m km 5.1 > Bikedepot 1717 m 6.5 km – um 12.15 Uhr angekommen
Rückfahrt Bike: Mit ausgedehnter Rast am Fischteich 7.9 km FZ 25 min – um 14.40 Uhr zurück – 28 Grad/Inntal 32 Grad

