Spieljoch-Seekarlspitze

06.10.2026

lässige Alpinrunde im herrlichen Rofan

Liebe Tourenfreunde,

lässige Alpinrunde im herrlichen Rofan

Spieljoch

Blickt man von der Bergstation der Rofan Seilbahn zum Rofaner Hauptkamm, so fällt einem eine weite Grünfläche auf. Es handelt sich dabei um die grasige SW-Flanke vom Spieljoch. Diese zwischen der Hochiss und der Seekarlspitze gelegene Gratschneide erhält nur wenig Besuch, ist aber für den versierten Wanderer durchaus lohnend.

Westlich schlängelt sich ein luftiger AV-Steig durch steile Schrofen hoch zu der sanften Graspleisen, von der östlich davon ein ausgesetzter durch Drahtseilen entschärfter AV-Pfad inmitten plattiger Felspartien in den Seekarlsattel hinunterführt. Hierin dürfte auch der Grund liegen, warum von einer Besteigung Abstand genommen wird.

Seekarlspitze: Als zweithöchster Gipfel des Rofans ragt dieser kühne Zacken mit seiner zahmen Südseite im Rofaner Hauptkamm majestätisch in die Höhe. Der Name leitet sich vom in der Mulde unterhalb des Spieljochs zauberhaft gelegenen Seekarlsee ab.

Neben einem fantastischen Panoramablick beindruckt der schaurige Tiefblick in die aus hartem Oberrhätkalk aufgebauten Nordabstürze. In den Talboden der Ampmoosalm fallen hier die Wände 400 m senkrecht ab.

Spieljoch-Seekarlspitze:

Die lässige Runde beginnt an der Bergstation der Rofan Seilbahn 1831 m. Man wandert an der ganzjährig geöffneten Erfurter Hütte 1826 m vorbei hinab in die Senke 1817 m, von der man nach kurzem Anstieg über die Piste hinüberquert zum Windmasten mit Windsack 1835 m.

Hier folgt man einem flach empor führenden Steig in das sogenannte Gschöll hinein. Der schattige Weg verläuft unterhalb der Westflanke des Gschöllkopfmassivs und biegt danach scharf rechts herauf zum flachen Terrain der Einsattelung zwischen Gschöllkopf und den SW-Hängen des Spieljochs 1935 m.

Nun wandert man auf dem AV-Steig zum Fuße der sichelförmig verlaufenden Westabbrüche des Spieljochs empor Richtung Gamshals. Auf 2043 m biegt man zu einem luftigen Alpinsteig in der felsdurchsetzten Westwand ab, um zu der sanften Graspleise ansteigen zu können.

Nachdem man die breite SW-Wiese hochgegangen ist, erreicht man die markante Gratschneide, die schaurige Abbruchkante im Hauptkamm, das Spieljoch 2236 m.

Anschließend folgt in der mit Felsplatten durchzogenen SO-Wand ein AV-Pfad, teilweise ausgesetzt und drahtseilversichert, hinunter zum Seekarlsattel 2172 m, aus dem man problemlos im SW-Hang zur Seekarlspitze 2261 m hochsteigen kann – 510 Hm auf 3.3 km.

Im Abstieg am AV-Steig, zweigt man bei 2196 m ab, quert das Karstgelände hinüber bis knapp unterhalb der westlichen Rosskopfscharte, wandert am Felsfuß des Rosskopfmassivs hinab und in der Folge um den Felssporn herum. Schon kurz danach führt eine deutlich sichtbare Abkürzung hinunter zum Hauptweg.

Auf diesem kehrt man über die Grubastiege zurück zur Bergstation 1831 m – 50 Hm auf 3.5 km

Daten: Kassa um 8.15 Uhr geöffnet – erste Gondel um 8.30 Uhr Talstation 975 m plus 9 Grad Celsius > Bergstation 1831 m – Fotosession – um 8.45 Uhr weg > Senke 1817 m > Windmast mit Windsack 1835 m > den AV-Steig entlang > Wegweiser Einsattelung zwischen Gschöllkopf und den SW-Hängen des Spieljochs 1935 m 1.3 km > zum Fuße der Westwände des Spieljochs > Abzw. Alpinsteig 2043 m 2.1 km > Ausstieg 2103 m 2.4 km > SW-Wiese > Spieljoch Gratschneide Abbruchkante 2236 m – 420 Hm 2.8 km – 10.10 Uhr > Alpinsteig > Seekarlsattel 2172 m 3.0 km > Abzw. Rückweg 2196 m 3.1 km > Seekarlspitze 2261 m – 510 Hm 3.3 km – 10.40 Uhr – Abstieg um 10.50 Uhr: Abzw. 2196 m > Querung Karstgelände > westliche Rosskopfscharte > Felsfuß hinab > Felssporn > herum > Verbindungsweg zum Hauptweg > Grubasenke 1930 m 5.0 km > Grubator Wegweiser 1944 m 5.3 km > Grubastiege > Südrinne Querung 1840 m 5.8 km > tiefster Punkt 1828 m 6.0 km > höchster Punkt 1838 m 6.1 km > Safety Checkpoint 1828 m 6.2 km > Mauritzalm 1841 m 6.4 km > Senke 1817 m 6.7 km > Bergstation 1831 m 6.8 km – Abstieg 50 Hm 3.5 km – GZ 1 Stunde 20 min

Gondelabfahrt – Talstation 975 m um 13.10 Uhr plus 19/Inntal 20 Grad 

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